Wir können mindestens drei unterschiedliche Fehleinschätzungen erkennen, die verbraucherwirt haben könnten. Erstens könnten die Verbraucher die Kosten für einen Wechsel unterschätzen oder den Nutzen eines Aufenthalts überschätzen. Vertragsstrafen dürften unterschätzt werden, da sie nicht ein wesentlicher Bestandteil des Vertragsvergabeprozesses sind. Informationen über die Strafen sind im Kleingedruckten vergraben, das Verbraucher nicht lesen. Umgekehrt dürften Loyalitätsvorteile, die andere Art vertraglicher Umschaltkosten, überschätzt werden, da Treueprogramme in Anzeigen getrommelt werden. Sowohl die Unterzählung von Strafen als auch die Überzählung der Belohnungen verstärken die Tendenz der Verbraucher, in Lock-Ins einzutreten. Es gibt seit langem Bedenken hinsichtlich möglicher Missbräuche in Verbraucherverträgen – über hohe, unerwartete Gebühren, Verkaufstaktiken mit hohem Druck, die den Nutzen eines Produkts betonen, während die damit verbundenen Risiken unterschätzt werden, und Fehlinformationen. Die Gesetzgeber haben lange versucht, diese Bedenken auszuräumen. Kürzlich erließ der Kongress Statuten wie den Credit Card Accountability Responsibility and Disclosure (CARD) Act (123 Stat. 1734) und den Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act (124 Stat.

1376), der speziell auf missbräuchliche Gebührenstrukturen abzielt. Das Consumer Financial Protection Bureau wurde zum Schutz der Verbraucher auf den Finanzmärkten eingerichtet und hat sich zum Ziel gesetzt, Märkte zu regulieren, auf denen Missbrauch weit verbreitet ist (CFPB 2013). Die Federal Communications Commission hat sich zur Eindämmung von Missbrauch bei drahtlosen Verträgen (siehe z. B. In der Angelegenheit der Verizon Wireless Data Usage Charges, Federal Communications Commission File No. EB-09-TC-458, DA 10 – 2068 (Zustimmungserlass)). Und Gerichte prüfen die Verwendung verschiedener Kleingedruckter Begriffe in Verbraucherverträgen (siehe z. B. Cheshire Mortgage Service v.

Montes et al., 223 Conn. 80 (1992)). Im Dienste des Verbraucherschutzes werden eine Vielzahl unterschiedlicher Regulierungstechniken angewandt – von Offenlegungsmandaten über Verbraucherschutzregeln bis hin zu regelrechten Verboten missbräuchlicher Praktiken (Campbell et al. 2011; Bar-Gill & Ben-Shahar 2013a). Aber es gibt ein starkes Gegenmittel gegen Missbrauch, das weniger Aufmerksamkeit erhalten hat: Exit. Der einfachste Weg, den Ausstieg einzuschränken, besteht darin, dem ausscheidenden Verbraucher ein Bußgeld aufzuerlegen. Solche Strafen, die manchmal auch als ETFs bezeichnet werden, sind in vielen Verbrauchermärkten üblich.3 Standard-Mobilfunkverträge beinhalten eine zweijährige No-Exit-Laufzeit und eine gleitende Strafskala für vorzeitige Kündigung.4 Ebenso enthalten einige Hypothekenverträge eine Vorauszahlungsstrafe.