In diesem Kapitel wird erörtert, wie Tarifverhandlungen und die Stimme der Arbeitnehmer flexible Instrumente sein können, die die Arbeitsmarktregulierung ergänzen, um eine lohnendere und integrativere Zukunft der Arbeit zu fördern. In diesem Kapitel wird untersucht, welche Art von staatlicher Intervention erforderlich sein kann, um die Verhandlungssysteme für den Zweck fit zu halten und das Beste aus Tarifverhandlungen in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu machen. Schließlich wird in dem Kapitel dokumentiert, wie sich bestehende Institutionen und Sozialpartner auf neue Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt einstellen und welche Rolle sich aufstrebende Akteure und Praktiken ergeben. Eine Verordnung ist eine Verordnung zur Erweiterung des Anwendungsbereichs eines Tarifvertrags. Nach dem Arbeitsbeziehungsgesetz sind gesetzliche Interessengruppen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesetzlich befugt, Tarifverträge zu schließen, solange sie unabhängig von ihren Verhandlungspartnern sind und für die Regelung der Arbeitsbedingungen verantwortlich sind. Unabhängigkeit von der anderen Partei bedeutet, dass es möglich sein muss, die Organisation eindeutig der Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite zuzuordnen. Die Bundesschlichtungsstelle ist für die Tarifsatzung zuständig. Wenn eine Satzung geschaffen werden soll, muss eine Vertragspartei einen entsprechenden Antrag bei der Bundesschlichtungsstelle stellen. Das Problem ist, dass, da die jüngste mediale Aufmerksamkeit über die so genannte vierte industrielle Revolution (manchmal auch als Industrie 4.0 bezeichnet) und die Plattformarbeit hervorgetreten ist, die Grenze zwischen Arbeitnehmerstatus und Selbständigkeit oft verwischt wird. Insbesondere fallen zwei Kategorien hervor. Auf der einen Seite gibt es “falsche Selbständigkeit” – Situationen, in denen die Arbeitsregelungen im Wesentlichen die gleichen sind wie die von Arbeitnehmern, aber Verträge Arbeitnehmer als Selbständige definieren, um Regulierungen, Steuern und Gewerkschaftsbildung zu vermeiden.

Eine wirksame Durchsetzung der Arbeitsregulierung würde daher die Tarifrechte auf eine Reihe von Arbeitnehmern ausdehnen, denen sie derzeit vorenthalten werden, weil die meisten Gerichtsbarkeiten den Arbeitnehmern ein unbestrittenes Recht auf Organisation einräumen, wie beispielsweise in mehreren Urteilen des Europäischen Gerichtshofs anerkannt wird. Die Bekämpfung von Fehlklassifizierungen kann eine Überarbeitung und/oder Harmonisierung der Definitionen von Arbeitnehmer- und Selbständigenstatus sowie eine Stärkung der Durchsetzung der Vorschriften erfordern, indem Maßnahmen Dritter erleichtert und die Kosten für die Einreichung von Einstufungsbeschwerden für Arbeitnehmer gesenkt werden. Mit Blick auf die Zukunft der Arbeit: Wie man das Beste aus der Tarifvereinbarung oder Gewerkschaftsvertretung machen kann, bezieht sich auf den Anteil der Menschen in einer Landbevölkerung, deren Arbeitsbedingungen durch Tarifverhandlungen, zwischen einem Arbeitgeber und einer Gewerkschaft und nicht durch Einzelverträge gemacht werden. Dies ist immer höher als die Gewerkschaftsmitgliederquote, da Tarifverträge fast immer Nichtmitglieder in einem gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplatz schützen.